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Claudia Kallscheuer zeigt rote Fäden im Textilmuseum

Seit dem 21. Mai lebt und arbeitet die Dürener Künstlerin Claudia Kallscheuer als „Artist in residence“ im Nettetaler ProjektRaumKunst im Atelier „Busch 8“. In Kooperation mit dem Textilmuseum „DIE SCHEUNE“ präsentiert Claudia Kallscheuer ab Sonntag, 21. Juni, einen Auszug ihrer poetischen Werke.

Unter dem Thema „Von roten und anderen Fäden“ schafft sie mit Nadel und Faden dabei Werke, in denen Textilien als Medium dienen. Die Vorstellung von altmodischen Handarbeiten und in die Jahre gekommene Stickereien muss man dabei schnell ablegen. Die Werke von Claudia Kallscheuer sind bunt, intensiv, regen zum Nachdenken an und spielen mit Sprache und alltäglichen Gegenständen und Worten, die das Leben der Künstlerin begleiten. Das können dann auch so scheinbar banale Dinge wie ein Wetterbericht sein.

Geöffnet ist die Ausstellung im Textilmuseum „DIE SCHEUNE“, Krickenbecker Allee 21, 41334 Nettetal-Hinsbeck, sonntags von 11 bis 18 Uhr. Führungen werden am 5. Juli und 2. August jeweils um 11 Uhr durch die Museumskoordinatorin Susanne Ciernioch angeboten. Eine vorherige Anmeldung ist unter Telefon 02153/898-4105 oder per E-Mail an susanne.ciernioch@nettetal.de erforderlich.

Es wird auf die Einhaltung der allgemeinen Abstands- und Sicherheitsmaßnahmen hingewiesen.

Claudia Kallscheuer, Foto: Stadt Nettetal

Staudenbeete wurden bepflanzt

Der Leuther Petershof hat sich nach der Umgestaltung zu einem echten Hingucker entwickelt. In der vergangenen Woche wurden nun auch die Staudenbeete bepflanzt. Ursprünglich war eine gemeinsame Pflanzaktion mit den Bürgern geplant. Dieser Gedanke musste wegen der Corona-Pandemie allerdings aufgegeben werden. Gepflanzt wird nun die Staudenmischung „Silbersommer“. Dabei handelt es sich um eine erprobte Mischung mit über 30 Arten, die der Bund Deutscher Staudengärtner empfiehlt. Die Blütenfarben liegen überwiegend in den Farbbereichen gelb, blau und weiß. Die Pflanzen haben häufig ein silbriges Laub. Die Pflanzung insgesamt ist trockenheitsresistent und benötigt, nachdem sie sich etabliert hat, nur wenig Pflege.

Staudenbeete am Petershof wurden bepflanzt
Staudenbeete am Petershof wurden bepflanzt

D-Day, 6. Juni 1944

Von Gerd Wagner

Nachdem Anfang Mai zum Tag der Befreiung keine Treffen stattfinden konnten, haben Vertreter der Ratsfraktionen der SPD, FDP und Grünen aus Nettetal, sowie deren Bürgermeisterkandidat Christian Küsters, sich am D-Day, dem 6. Juni mit Freunden aus dem benachbarten Venlo am ehemaligen Fliegerhorst getroffen. Es wurden an der Gedenkstätte Tor 9 Blumen niedergelegt und der Befreiung Europas durch die Alliierten gedacht.

D-Day, 6. Juni 2020
D-Day, 6. Juni 2020

Was kann jemand über den D-Day sagen, der ihn nicht erlebt hat? Ich war nicht geboren, aber dieser Tag hat die Geschichte Deutschlands und Europas in eine andere Richtung gelenkt. Hitler hatte Europa im Zuge seiner Besetzungen in eine „Festung“ verwandelt. Noch heute zeugen Betonbunker entlang der Küsten aber auch in Nettetal von den massiven Befestigungsanlagen, mit denen das Dritte Reich zementiert werden sollte. Der sogenannte D-Day stellt den Wendepunkt dar. Unter massiven Verlusten gingen die Alliierten am 6. Juni 1944 in der Normandie an Land. Der Anfang vom Ende eines schrecklichen Krieges, der Millionen Menschen das Leben gekostet hat – für die Befreiung Europas. Und das ist es, was wir niemals vergessen dürfen. Der Frieden und die Freiheit, die wir heute wie selbstverständlich hinnehmen, hat viele Opfer gefordert. Fast jeder Friedhof und viele Denkmäler in der Umgebung zeugen davon. Umso glücklicher können wir uns heute schätzen, dass in der Folge aus erbitterten Feinden Freunde geworden sind. Das Friedensprojekt Europa entstand. So ist der der D-Day heute einerseits Mahnung gegen das Vergessen der unzähligen Toten und Verpflichtung für Frieden und Freiheit, damit ihr Tod nicht vergebens war.
Christian Küsters, Bürgermeisterkandidat für Nettetal 2020


Gedenkfeier zum D-Day 6. Juni 1944 am deutsch-niederländischen Gemeinschafts-Denkmal an Tor 9 – 6. Juni 2020

Wir gedenken heute der Opfer von Krieg und Gewalt, der Soldaten, die in den Weltkriegen und Kriegen unserer Tage starben, der Kinder, Frauen und Männer aller Völker, die durch Kriegshandlungen oder danach in Gefangenschaft, als Vertriebene und Flüchtlinge ihr Leben
verloren.

Wir gedenken derer, die ums Leben kamen, weil sie Widerstand gegen Gewaltherrschaft leisteten, und derer, die den Tod fanden, weil sie an ihrer Überzeugung oder ihrem Glauben fest hielten.

Wir gedenken derer, die verfolgt und getötet wurden, weil sie einem anderen Volk angehörten, einer anderen Rasse zugerechnet wurden, eine andere Hautfarbe hatten oder deren Leben wegen einer Krankheit oder Behinderung als lebensunwert bezeichnet wurde.

Wir gedenken derer, die wegen ihrer sexuellen Orientierung verfolgt oder sogar getötet wurden.

Wir trauern um die Opfer der Kriege und Bürgerkriege unserer Tage.

Wir trauern mit den Menschen und mit allen, die Leid tragen um die Toten.

Doch unser Leben steht im Zeichen der Hoffnung auf Versöhnung unter den Menschen und Völkern, und unsere Verantwortung gilt dem Frieden in der Welt.

Unser Leben steht für ein Miteinander in Frieden und Freiheit gegen das Vergessen.

Norbert Schneider

Brand im Wald – Polizei ermittelt und sucht Zeugen

Am gestrigen Montag gegen 11.00 Uhr meldeten Zeugen über den niederländischen Notruf einen Brand im Grenzwald zwischen Venlo und Nettetal Leuth im Bereich des Grensweges. Der Brand konnte schnell durch die niederländische Feherwehr gelöscht werden. In einer Erdmulde brannten mehrere Äste. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen wegen des Verdachts der Brandstiftung aufgenommen und bittet um Hinweise auf tatverdächtige Personen über die Rufnummer 02162/377-0. /wg (475)

Arbeiten am Deller Weg gehen in die Schlussphase

Am heutigen Donnerstag starten die finalen Asphaltarbeiten auf dem Radweg Deller Weg in Nettetal-Leuth. Zuvor wurden hier Versorgungsleitungen durch die Stadtwerke Nettetal erneuert. Die restlichen Arbeiten am Radweg werden in der 23. Kalenderwoche fertiggestellt. Der Durchgangsverkehr kann während der Arbeiten überwiegend aufrechterhalten werden.